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Interreligiöse Erklärung in Bern stärkt Wasser als Menschenrecht

Am 22. März, dem Weltwassertag, kamen im Haus der Religionen in Bern Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Religionsgemeinschaften zur Tagung Welt.Wasser.Wir alle zusammen. Im Rahmen der Tagung verabschiedeten die teilnehmenden Religionsgemeinschaften gemeinsam eine interreligiöse Erklärung, die Wasser als Menschenrecht und öffentliches Gut bekräftigt.

Die Erklärung bezeichnet Wasser als „Grundlage des Lebens“ und betont seine soziale, kulturelle, spirituelle und ökologische Bedeutung. Religionsgemeinschaften weltweit werden dazu aufgerufen, sich für den Schutz von Ökosystemen, für einen gerechten Zugang zu sauberem und bezahlbarem Wasser sowie gegen die kommerzielle Ausbeutung dieser lebenswichtigen Ressource einzusetzen. Zudem soll Wasser verstärkt als verbindendes Element für Frieden und Zusammenarbeit genutzt werden.

Die interreligiöse Erklärung knüpft an frühere ökumenische Initiativen an. Bereits 2005 verabschiedeten Kirchen aus der Schweiz und Brasilien eine gemeinsame Erklärung, die den Grundstein für das Engagement rund um Wasser als Menschenrecht legte und später zur internationalen Anerkennung dieses Rechts beitrug.

Mit der neuen interreligiösen Erklärung wird dieser Ansatz deutlich erweitert: Über konfessionelle Grenzen hinaus setzen sich nun verschiedene Religionsgemeinschaften gemeinsam für Wassergerechtigkeit ein – ein starkes Zeichen angesichts der globalen Wasserkrise.

Interreligiöse Erklärung | Déclaration interreligieuse | Dichiarazione interreligiosa | Interreligious declaration

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